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Chronik von Abtenau

Ein Ort mit Charakter

Die Geschich­te Abten­aus beginnt mit der Besie­de­lung durch die Baju­wa­ren im 6. Jahr­hun­dert n. Chr. und der Chris­tia­ni­sie­rung durch den hl. Rupert um 700.
Der Name Abten­au ist erst­mals in einer im Archiv des Stif­tes St. Peter (Salz­burg) auf­be­wahr­ten Schen­kungs­ur­kun­de aus dem Jahr 1124 ver­merkt; Erz­bi­schof Kon­rad 1 schenk­te damals dem Stift eini­ge Län­de­rei­en, die auch das Lam­mer­tal beinhal­te­ten. Noch heu­te besitzt das Klos­ter St. Peter Wald- und Land­wirt­schafts­ge­bie­te im Lam­mer­tal.
Seit dem 12. Jahr­hun­dert trieb St.Peter die Besied­lung des Abten­au­er Beckens vor­an. Die ers­te Abten­au­er Kir­che wur­de in der zwei­ten Hälf­te des 12. Jahr­hun­derts durch Erz­bi­schof Kon­rad 3 erbaut.
Wäh­rend der Feu­dal­zeit des 14. und 15. Jahr­hun­derts war das Lam­mer­tal mit ca. 200 Ein­woh­nern schon wohl­ge­ord­net; bereits seit 1332 las­sen sich Land- und Urbar­rich­ter in Abten­au nach­wei­sen.
An den Bau­ern­auf­stän­den von 1462 scheint das Lam­mer­tal nicht betei­ligt gewe­sen zu sein, und es blieb auch von den dar­auf fol­gen­den Bau­ern­krie­gen verschont.

1507 wur­de Abten­au, nun schon ein klei­ner um die Mut­ter­pfar­re gele­ge­ner länd­li­cher Mit­tel­punkt im Lam­mer­tal, von Leon­hardt von Keutschach, Erz­bi­schof von Salz­burg, zum Markt erho­ben und erhielt damit die Markt­rech­te und bür­ger­li­chen Frei­hei­ten wie Kauf, Ver­kauf, Han­del und Gewer­be sowie das Recht, all­jähr­lich am Maxi­mi­li­ans­tag einen Jahr­markt abhal­ten zu dürfen.

meh­re­re Bier- und Wein­schen­ken, die gegen­über dem Kir­chen­be­zirk lagen. Die­se Auf­tei­lung ist noch heu­te vor­han­den. An der einen Sei­te des Markt­plat­zes lie­gen Kir­che, Pfarr­hof und Fried­hof; schräg gegen­über befin­den sich fünf Gast­häu­ser.
Der Beginn des Schul­we­sens in Abten­au fällt in das Jahr 1600 und hat­te sei­nen Ursprung, wie über­all anders auch, im Lesen der Hei­li­gen Schrift und – nach dem Kon­zil von Tri­ent – des Kate­chis­mus.
Am 1. August 1850 wur­de in Abten­au eine Post­ex­pe­di­ti­on mit Fahr­post errich­tet
Nach dem Zwei­ten Welt­krieg begann zunächst mit der soge­nann­ten Som­mer­fri­sche die Ent­wick­lung des Frem­den­ver­kehrs; mit der Wei­ter­ent­wick­lung des Alpinski­laufs gewann spä­ter auch die Win­ter­sai­son an Bedeu­tung. Heu­te ist Abten­au mit ca. 6000 Ein­woh­nern der größ­te Ort des Lam­mer­tals. Es hat sei­nen bäu­er­li­chen und boden­stän­di­gen Cha­rak­ter bewahrt und ist gera­de des­halb bei Feri­en­gäs­ten beliebt.

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